Rechtsextreme Stammtischparolen im Verein, rassistische Übegriffe & Gewalt, antisemitische Schmierereien im Stadtbild, Neonazis im Ort, rechtsextreme Jugendliche im Jugendclub und Klassenzimmer, durch Hass motivierte Prügeleien auf der Kirmes...

Häufig gibt es große Unsicherheiten und Schwierigkeiten vor Ort, mit diesen Konflikten  umzugehen. Viele stellen sich die Frage: Wie nur reagieren? Das Mobile Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus - für demokratische
Kultur e.V. (MBT Hessen) unterstützt und berät in solchen und ähnlichen Fällen.

 

Wir bieten Unterstützung im Bereich regionaler Demokratisierungsprozesse und zivilgesellschaftlichen Engagements, um nachhaltig unsere Städte & Regionen gegen rechtsextremistische Strömungen stark zu machen!

 

 

Kontakt:

0561-8616766

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Steigende Flüchtlingszahlen führen in vielen Kommunen zu Verunsicherung. Das beratungsnetzwerk hessen - dessen Teil wir sind - hat nun ein neues Beratungsangebot für Kommunen entwickelt, in denen neue bzw. erweiterte Flüchtlingsunterkünfte geplant sind.

Es ist viel von Willkommenskultur die Rede und wie man diese gestaltet, dabei kann dieses Angebot hilfreich sein. Bei Bedarf und Interesse kann man sich gerne an uns wenden.

Link zum Flyer

 

 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Demnächst 14 Schulen im Schwalm-Eder-Kreis anerkannt

Das Projekt "Gewalt geht nicht!" hat vom 24. bis 25. November gemeinsam mit dem „Mobilen Beratungsteam Nordhessen“ (MBT) zum jährlichen Erfahrungsaustausch der als „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ (SOR-SMC) anerkannten Schulen im Schwalm-Eder-Kreis eingeladen. Über 30 Teilnehmende, darunter auch einige Lehrer und Lehrerinnen, sind der Einladung zum zweitägigen Seminar in den Jugendhof nach Rotenburg/Fulda gefolgt.

 

Gleich zu Beginn des Seminars stand der Erfahrungsaustausch der Schüler und Lehrer auf dem Programm. Aktuelle Projekte und Projektideen wurden ausgetauscht, auch um für die Zukunft Kooperationen zwischen den Schulen zu verabreden. Unter Anleitung des MBT wurden auch Stolpersteine ausgetauscht. Schließlich sollen alle voneinander lernen und profitieren.

Als Schwerpunkthemen standen unter anderem Alltagsrassismus und ein Argumentationstraining gegen rechtsextreme und populistische Stammtischparolen und eine „Minizukunftswerkstatt“ auf dem Seminarprogramm. Höhepunkt aber war die Abendveranstaltung am Donnerstag, wo mit Margret Steenfat, Engin Eroglu und Clemens Rehbein, von der Musikgruppe „Milky Chance“ drei SOR-Paten zum gemeinsamen Gespräch nach Rotenburg gekommen waren. Im Podiumsgespräch wurde noch einmal die hohe Bedeutung des Engagements von Schülerinnen und Schülern hervorgehoben, sich für eine tolerante Schule und ein demokratisches Miteinander einzusetzen. Stephan Bürger, der das Projekt "Gewalt geht nicht!" für den Schwalm-Eder-Kreis koordiniert, hat noch einmal die Möglichkeiten der Förderung von Projekten an den Schulen aufgezeigt. Gleichzeitig bat er darum das Engagement eher noch auszuweiten, denn es gibt noch immer rechtsextremes und demokratiefeindliches Verhalten im Schwalm-Eder-Kreis. „Wir können aber gemeinsam sehr stolz sein, auf das, was wir in unserem Landkreis in Sachen Schülerengagement für Demokratie auf die Beine stellen. Demnächst wird die 14. Schule im Bundesprojekt SOR-SMC anerkannt werden. Das ist dann sogar die erste Grundschule, was mich besonders freut“, so Stephan Bürger. Bürger bedankte sich besonders bei den Paten, die sich den Schülern zum Gespräch angeboten haben.

Mit einer abschließenden Lesung der Jugendbuchautorin und Schulpatin Margret Steenfat, der Radko-Stöckl-Schule Melsungen, wurde der lange Arbeitstag beendet. Clemens Rehbein, alias „Milky Chance“ wurde nicht eher aus Rotenburg entlassen, bis er das Versprechen gab im nächsten Jahr wieder auf das Seminar zu kommen und dann seine Gitarre mitzubringen. Ein Klavier tat es aber auch, sodass der Star der Musikbranche noch einen Song zum besten gab.

Beeindruckt von dem Engagement und der Unterstützung des Landkreises, zeigte sich der Landeskoordinator des Bundesprojektes SOR-SMC, Oliver Fassing. „Das ist hessenweit schon einmalig was hier auf die Beine gestellt wird, da könnt ihr wirklich stolz drauf sein“.

 

Das Projekt wurde mit Bundesfördermitteln des Programms "Demokratie leben!" unterstützt.

 


 

Die Teilnehmenden des SOR-SMC Seminars vom 24. – 25.11. in Rotenburg/Fulda, gemeinsam mit den Schulpaten Margret Steenfatt (erste von links, Clemens Rehbein – Milky Chance (vierter stehend von links), Engin Eroglu (zweiter von rechts), Kirsten Neumann vom MBT Hessen (2. kniend unten links) und Oliver Fassing von der Landeskoordination (1. kniend unten links)

 

 

 


 

Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage ist ein bundesweites Schülernetzwerk mit über 2200 anerkannten Schulen

 

Schulen erhalten die Anerkennung, wenn sich über 70% der Schulgemeinde per Unterschrift für ein tolerantes Miteinander an ihrer Schule bekennen

 

Im Schwalm-Eder-Kreis wird SOR-SMC durch das kreiseigene Projekt "Gewalt geht nicht!" gefördert und inhaltlich unterstützt

Weitere Informationen gibt es beim Projekt "Gewalt geht nicht!" unter 05681-775 590 und auf der Homepage www.gewalt-geht-nicht.de

 

Aktuelle Ereignisse in Hessen

Auch in Hessen sind, wenn auch nur sporadisch, einige Personen der selbsternannten Reichsbürger aktiv. Die Ansammlung von Waffen scheint dabei ein für diese Szene von besonderer Bedeutung. In der Gemeinde Großkrotzenburg nahe Hanau räumte die Polizei im Juli des vergangenen Jahres ein Waffenlager eines 55-jährigen Mannes, welcher mehrere Maschinengewehre und Munition in seinem Wohnhaus und Garage lagerte. (http://www.op-online.de/region/hanau/waffenlager-reichsbuerger-grosskrotzenburg-gefunden-5281266.html)

Im benachbarten nordrhein-westfälischen Landkreis Höxter sind seit einiger Zeit „Reichsbürger“ ebenso aktiv und rüsten auf. Eine Gruppe von Aktivist*Innen des „Freistaates PreußenProvinz Westfalen“ planten eine eigene Polizeigruppe aufzustellen und auch zu bewaffnen. Dabei versuchten sie, ein Maschinengewehr des Typs AK-47 aus Luxemburg zu importieren, was jedoch scheiterte und in einer großangelegten Razzia endete. (http://www.nw.de/lokal/kreis_hoexter/warburg/warburg/20410578_Razzia-gegen-Freistaat-Preussen.html)

Ein weiterer Fall aus Nordhessen zeigt die Diffusität aber auch Anknüfungsfähigkeit dieser Bewegung zu Parteien wie etwa der AfD. Der ursprünglich bei den hessischen Kommunalwahlen im März 2016 gewählte Axel von Baumbach verzichtete freiwillig auf sein Mandat im Rotenburger Kreistag, nachdem bekannt wurde, dass er in 2012 in der Bewegung der „Reichsbürger“ aktiv war. Von Baumbach war damals kommissarischer „Innenminister des Deutschen Reichs“, wovon er sich heute distanzieren möchte. (https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/rotenburg-fulda-ort305317/afd-abgeordneter-mitglied-dubioser-gruppe-6217444.html)

 

 

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Die neue Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit bietet eine Plattform für den gegenseitigen Austausch guter
Ansätze aus Wissenschaft und Praxis gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus,
Rechtsextremismus, gewaltorientierten Islamismus und andere Abwertungs- und Ausgrenzungsphänomene. Lesen Sie von erfolgreichen
Modellprojekten, innovativen Konzepten sowie von neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft und profitieren Sie von wertvollen
Erfahrungen aus der Praxis.

 

Heft 1/2016: Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge?!

Einstellungen der Deutschen zu Geflüchteten | Zugang zu Asyl in der BRD | Zwischen Hetze und Hilfe | Empfehlungen zum Umgang mit Geflüchteten | Proaktive Beratung von Kommunen | Warum brauchen Menschen Schutz? | Hass im Netz | Extreme und populistische Rechte bei den jüngsten Wahlen | Vorstellung von Trägern und interessanten Projektansätzen